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„Ein junger Mönch zog sich für eine Weile aus dem Wolkenkloster in die malerische Abgeschiedenheit in den Bergen zurück. Seine Tage waren mit einfachen Verrichtungen, Meditation, Gebet und Studium der Schriften gefüllt. An einem Morgen brach ein vielbeschäftigter junger Banker zu einer Tour mit seinem Mountainbike in eben diese Berge auf. In seinem geschäftigen Aufbruch hatte er die Trinkflasche mit dem isotonischen Powergetränk vergessen. Verzweifelt hielt er nach einem Bach Ausschau, als er die Klause des Mönches entdeckte. Der Mönche war gerade mit Fegen beschäftigt, als der Banker ihn um ein Glas Wasser bat. Der Mönch nickte, ergriff einen tönernen Becher. Gemeinsam gingen sie zur Quelle. Der Banker war verblüfft, weil der Mönch wohl in seinem Alter war, wie konnte der so am Leben vorbei gehen. Interessiert erkundigte er sich nach dem Leben des Mönches. Dieser schöpfte einen Becher Wasser aus der Quelle. Der Banker trank gierig, aber noch mehr gierte es ihn zu wissen, „Sag mir, was in aller Welt gibt dir dieses Leben in dieser Einöde und Stille?“ Ruhig deutet der Mönche auf die Quelle, „Sag mir, was du siehst?“ Der Banker blickte auf die unruhige Oberfläche der Quelle, „Nichts, was soll ich da sehen?“ Sie unterhielten sich eine Weile, der Mönch deutete abermals auf die Quelle, „Was siehst du jetzt?“ Der Banker sah sein Spiegelbild auf der ruhigen Wasseroberfläche, „Ich sehe mich selbst.“ Der Mönch lächelte, „Darum lebe ich in der Stille. Das Leben mit seinen Ablenkungen gleicht oft dem Wasser, das durch das Schöpfen unruhig geworden war, du siehst nichts. Doch die Stille ist wie das Wasser jetzt, das ruhig ist, du siehst dich selbst. Das ist der einzige Mensch, den du ändern kannst." aus: der Zenmeister
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