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BURNOUT-SYNDROM

Stichwort Burnout-Syndrom

Frankfurter Neue Presse, Ausgabe vom 3.5.2004

Völlig ausgebrannt kann ein Mensch werden, wenn er zu lange Zeit an seiner Leistungsgrenze arbeitet. Ursache für das so genannte Burnout-Syndrom ist meist ein Überengagement im Beruf, oft auch eine Diskrepanz zwischen Erwartung an den Beruf und der Realität. Das Syndrom kann mit chronischer Müdigkeit und Energiemangel beginnen. Oft folgen Überdruss an der Arbeit und reduziertes Engagement. Es kann zu Leistungsabfall, Konzentrationsstörungen und häufigen Flüchtigkeitsfehlern kommen. Schließlich zieht sich der "Ausgebrannte" emotional, sozial und geistig zurück.

Als Reaktion auf die psychischen Störungen können erhöhte Infektanfälligkeit, Kreislauferkrankungen oder Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Weitere Symptome sind Aggressivität, Alkoholsucht oder sogar Selbstmordgedanken.

Bei Menschen mit Burnout-Syndrom treten im Endstadium häufig Depressionen auf, erläutert Diplompsychologe Eckhart Müller-Timmermann vom Institut für angewandte Psychologie und Pädagogik in Kiel. Das Burnout-Syndrom selbst sei oft schwer von einer Depression zu unterscheiden. Es entwickle sich normalerweise jedoch über längere Zeit hinweg in charakteristischen Phasen. Eine Depression dagegen könne vielerlei Ursachen haben. Sie äußere sich oft durch übersteigerte Traurigkeit, innere Leere, Verzweiflung und pessimistische Grundhaltung.

Zur Vorbeugung gegen das Ausgebranntsein dienen: Das Privatleben pflegen, Konfliktstrategien erlernen und sich gegen Überforderung wehren. Oft kann es helfen, Kompromisse einzugehen.

Besonders häufig ist das Burnout-Syndrom gewöhnlich in sozialen Berufen, etwa bei Ärzten, Krankenschwestern oder Lehrern.



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